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Terrain Retrouvé

Modul

Offenes Haus

Beschreibung

Das Quartier liegt zwischen zwei starken städtebaulichen Setzungen. Im Südosten trennt der Bahndamm das Gebiet von der tieferliegenden Überseestadt, im Nordwesten bildet die große Straße eine weitere Grenze. Daraus entwickelt sich ein städtebauliches Konzept die Grenze des Bahndamms nicht als Abschluss zu verstehen, sondern mit ihm als räumliches Potential zu arbeiten.
Ein Podest legt sich an den Bahndamm und macht die Kante zugänglich. Es schafft Aufenthaltsqualität und verbindet das offene Haus mit dem Platz am Zuckerbunker. Seine barrierefreie Ausrichtung nimmt die Erschließungsachsen auf und richtet sie auf den Bunkerplatz aus. Durch eine Wasserverbindung des Podests und dem Platz vor dem Bunker, wird diese Verbindung verstärkt.

Das offene Haus sitzt direkt am Bahndamm und wird vom Podest umschlossen. Im ersten Obergeschoss verbindet sich das Podest mit der Erschließungsachse des Gebäudes. So entsteht ein Übergangsraum, in dem Gebäude und Podest ineinandergreifen und Innen und Außen verschwimmen.
Das Gebäude entwickelt sich aus der alten Lagerhalle. Im nördlichen Teil bleiben Mauerwerksfassade, Öffnungen und Stahlkonstruktion erhalten. Zwei Drittel des Hauses tragen so den Bestand weiter. Im südlichen Drittel entsteht ein neuer Gebäudeteil, der ebenfalls mit Mauerwerk arbeitet, dieses jedoch offener ausbildet. Die rasterartige Fassade macht die Idee des offenen Hauses nach außen sichtbar und lässt Ein- und Durchblicke zu.
Im Inneren entstehen unterschiedliche Nutzungen und vielfältige Sichtbeziehungen. Im Bestand liegen einzelne Boxen wie Inseln in der Halle und bilden darüber Aufenthaltsbereiche. Daraus entsteht ein Rundgang durch den Bestandsteil. Der Neubau ist klarer geschichtet und entwickelt sich bis ins zweite Obergeschoss zu einem Kopf, der den Bestand ergänzt und das Haus zum Quartier öffnet. So entstehen unterschiedliche räumliche Situationen, die Austausch und Aufenthalt gleichermaßen ermöglichen.

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